Die Komponente des „Sozialen” gewinnt im Verständnis der Bedingungen für ein Wohlergehen von Menschen auch unter den Bedingungen von Krankheit und Behinderung wachsende Beachtung. Es liegen viele diagnostische Instrumentarien vor, um Person-Person-Beziehungen bis zu Beziehungs- und Austauschnetzwerken abzubilden und zu analysieren. Die für die Lebens-Chancen essenziellen Möglichkeiten der Individuen, die überregional arbeitsteilig organisierte gesellschaftliche Infrastruktur zu nutzen, entziehen sich aber dieser Betrachtung. Mit dem Instrument der Inklusions-Chart (IC3) wird ein Verfahren bereitgestellt, das diese Lücke füllt und aufbauend auf eine sozialarbeitswissenschaftliche Perspektive in einem mehrdimensionalen Unterstützungsarrangement auf einer theoretisch konsistenten Basis relevante Fakten abbildet und für kooperative Interventionsentscheidungen verfügbar macht.
Weiterlesen...
Bislang existieren in der Sozialen Arbeit keine Instrumente, mit denen die Inklusion von Geflüchteten in die verschiedenen Funktionssysteme europäischer Aufnahmegesellschaften gemessen werden kann. Das Projekt „Daten für Taten“ nahm dies zum Anlass, Indikatoren zu entwickeln, mit denen erhoben werden kann, inwieweit Geflüchtete Zugang zu den Leistungen der gesellschaftlichen Funktionssysteme Arbeitsmarkt, Sozialversicherung, Bildung, medizinische Versorgung etc. haben und diese tatsächlich nutzen können.
Weiterlesen...
Einkommensschwache Familien sind bei einer Trennung besonders gefährdet, von weiteren Exklusionen betroffen zu sein. Armut kann sich so verfestigen. In ihrer Abschlussarbeit zum akademischen Lehrgang "Management im Sozialwesen" haben Doris Jaitner, Christa Pichler und Marion Zwölfer anhand von 8 Fallstudien unter Verwendung des Inklusions-Charts und von Einnahmen/Ausgaben-Rechnungen der Haushalte das verdeutlicht. Dabei wird auch deutlich, dass das System der bedarfsorientierten Mindestsicherung offenischtlich das Ziel der Verhinderung von Armutslagen verfehlt.
Jaitner, Doris / Pichler, Christa / Zwölfer, Marion (2017): Armutsfalle Trennung? Facharbeit zum Abschluss des akademischen Lehrgangs „Management im Sozialwesen“ an der FH St. Pölten. St. Pölten.
-> download